arbeiten
info
photo
blog
kontakt
Hummelpanik
Plakativer Vierseiter
Messe Beilage

Das Format
Unser jüngst abgeschlossenes Projekt; ein Vierseiter als Vorschau der Neuzugänge an Designstühlen für 2011.. Das Faltblatt hat offen das Format A2 und geschlossen das Format A3. Dieses große Format wurde aus zwei Gründen gewählt. Zum einen, weil es einen auffälligen Charakter hat und eher unüblich ist, aber der Hauptgrund war einfach mehr Platz. Die exklusiven Designstühle sollten so groß wie möglich abgebildet werden und der Gesamteindruck sehr plakativ sein. Sozusagen ein Vierseiter mit Plakatcharakter.

Material und Schrift
Das Recyclingpapier saugt auch sehr gut, säuft aber auch nicht ab. Die Bilder wurden sehr sauber, scharf und vor allem kräftig abgedruckt. Als Schrift haben wir die Myriad Pro Familie gewählt, die aufgrund ihrer Formen in kleinen Graden noch sehr gut gelesen werden können. Das ist vor allem dann sehr nützlich, wenn man weniger Gestaltungsfläche zur Verfügung hat.

Das Spiel mit Produktbeschreibungen
Man kann gut erkennen, dass die Produktbeschreibung unmittelbar neben dem Produkt geschrieben wurde. Prospekte, Faltprospekte, Broschüren oder Kataloge, also alles Drucksorten, die oft Produkte darstellen, haben in der Regel neben den Produkten auch noch Text und Preise. Der Text kann nur eine stichwortartige Produktbeschreibung sein oder auch detailliertere Informationen mit Maßen, Preisen und Bestellnummer sein. Die Frage ist im letzteren Fall meistens, wie die Anordnung und das gestalterische Verhältnis zwischen Bild und Text aussehen soll.

Als Grafik Designer versucht man in erster Linie eine schöne, klare und harmonische Lösung zu finden, die aber oft weit von einer praktischen verkaufserleichternden Lösung entfernt sind. Als Gestalter läuft man dann schnell Gefahr das praktische Ziel zu verfehlen. Hauptsache schön und wie es einem als Designer selbst gefällt.

Um nicht effizienten Lösungen vorzubeugen, empfiehlt sich in der Konzeptphase eine Meinungsumfrage bei potentiellen Kunden, sowie wir es gemacht haben und das Ergebnis ist für den Grafik Designer wie auch in unserem Fall, sehr ernüchternd. Die Kunden und auch die Verkäufer wollen natürlich eine schöne Drucksorte, aber in erster Linie eine praktische, unkompliziert zu handhabende, für das Auge unanstregende grafische Lösung.

Die Kunst und die Herausforderung dabei ist, als Grafiker genau jetzt das Beste aus einer Situation zu machen und einen Kompromiss zwischen dem praktischen, effizienten Nutzen und einer sauberen, schönen Designlösung zu bilden.

Aber ein Kompromiss darf aus Grafikersicht nicht als negativ empfunden werden, da ein Kompromiss in Wirklichkeit kein Verzicht auf etwas ist, sondern etwas ist, dass das Beste von zwei Seiten vereint oder anders gesagt, die Wünsche beider Seiten zusammenführt.

Anhand der letzten beiden Messezeitungen für unseren Kunden, haben wir gelernt, dass eine Trennung zwischen Produktbeschreibungen und Produkt zwar grundsätzlich sauberer wirken kann, aber praktisch für den Kunden sehr umständlich ist. Wichtig ist dann aber der klare Umgang mit der Typografie und Mikrotypografie.

 rss