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Hummelpanik
Telemarken
Lederstiefel-Kabelzugbindung-Fjellski

Nach vielen Jahren Snowboarden geht es wieder zurück zum Ursprung, zum Skifahren. Wir wollten aber zugleich etwas Neues ausprobieren oder besser gesagt etwas altes Neues und da bietet sich am besten Telemarken an. Der elegante Bewegungsablauf hat mir schon immer sehr gefallen und noch während meiner aktivsten Snowboardphase vor vielen Jahren, habe ich unauffällig die sehr seltenen Telemark-Skifahrer vom Sessellift aus beobachtet und meine Begeisterung bei den Freunden nicht anmerken lassen. Snowboarden war in den späten Achzigern und frühen Neunzigern noch rebellisch und etwas Besonderes und wir zählten zu den paar Wenigen in den meisten Skigebieten.


 

Wellenreiten hat aber in Folge das Snowboardfieber abgelöst und ist bis heute unerreicht geblieben, bis vor knapp sechs Wochen. Da haben wir zu Telemarken begonnen und diese Art Ski zu fahren, hat einen ganz besondern Reiz. Es ist genauso schwer wie Wellenreiten und dem Gleichgewichtsgefühl wird ebenso viel abverlangt. Vor allem wenn man, wie wir, alte, ursprüngliche, genähte Bergschuhe / Telemark Lederschuhe verwendet, eine Rottefella Kabelzugbindung montiert hat und auf klassischen norwegischen Fjellski fährt.


 

Die ersten Stunden auf diesen Telemarkskiern waren die reinste Hölle (und ist sie bis heute noch ab und zu) und nicht selten wollte ich schon aufgeben, aber jetzt, nach genau sieben Tagen Praxis, kann ich mir keinen anderen Wintersport mehr vorstellen. Natürlich brennen die Oberschenkel und Wadeln weiterhin – Telemarken ist enorm anstregend – und das schon nach ein paar Abfahrten, aber man merkt mit jedem weiteren Übungstag, dass es wie bei vielen Dingen, nur auf die Technik ankommt.

Der harmonische Rythmus
Ähnlich wie bei der Gestaltung, beim Design und der Schriftgestaltung, ist eines der wichtigsten Dinge, ein harmonischer Rythmus. Je nach Hang- und Schneelage muss man die Technik anpassen, aber in sich, sollte immer ein flüssiger Rythmus herrschen. Und wenn man es endlich schafft einen Hang auch mit kurzen Schwüngen (halbwegs) zu meistern, fühlt man sich auf eine neues Level versetzt. Auch wird Telemarken plötzlich weniger anstregend. Wir sind schon auf den nächsten Winter gespannt, wo wir zwischendurch einmal eine moderne Telemarkausrüstung ausborgen wollen, also harte skischuhähnliche Boots und kurze Carvingski. Nach der harten Schule mit originaler, klassischer Ausrüstung, dürfte das Telemarken mit dieser Ausrüstung wohl wesentlich leichter fallen. Die Ausrüstung wechseln kommt aber dennoch nicht in Frage, da gerade diese puristische Ausrüstung ein primärer Grund war, vom Snowboard zu wechseln. Mit den leichten Lederbergschuhen schwebt man förmlich dahin und die leichten Fjellski am Rucksack befestigt, fallen auch kaum auf.


 

Auch nach den ersten Erfolgen schon nach sieben Tagen, werden wohl noch viele Winter vergehen, bis man wohl ein guter Telemarker wird. Zwischendurch zu sehen, sind ein paar Aufnahmen aus der Ferne mit einer Pocketkamera.

Ein sehr informative Seite zum Telemarken in Österreich

http://www.telemark-austria.at/

 
Bewegungskunst auf zwei Bretten

 
Unerreicht schönes, klassisches Telemark-Skifahren

 
Modernes, Alpintechnik orientiertes Telemark-Carving

 

Top Informationen zum Thema Telemark und gute Lernvideos

http://www.telemarktips.com

Der Winter von seiner schönsten Seite

http://www.telemarktips.com/MovieClassic.html

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