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Adventkranz selbst gebastelt
Weihnachtsbasteln

Pünktlich zum ersten Adventssonntag haben wir einen Adventkranz selbst gemacht; die erste Weihnachtsbastelei. Adventkränze kosten eigentlich gar nicht so wenig, außer sie sind sehr hässlich und sehen wie maschinell gefertigte Ware aus. Richtig schöne Weihnachtskränze kosten aber viel Geld und da fragt man sich eigentlich warum, weil unser selbst gefertigter Adventkranz hat genau 5 Euro gekostet und ist noch dazu schöner als jeder andere. Unser Kranz hat keinerlei Arten von Kunststoff.

Die Kosten
3.― Euro für die Bienenwachskerzen und 1.― Euro für Zimtstangen. Den Rest haben wir im Wald gesammelt. Etwas Tannenreisig von einer riesigen Tanne im Garten geschniten, eine Schnur in irgendeiner Lade gefunden, Bockerln, Walnüsse und Wurzelholz mit Moos im Laufe des Herbst gesammelt und ein paar alte ausrangiertes Strohengelchen. Orangen haben wir in dünnen Scheiben geschnitten und beim letzten Sonntagsbraten einfach mit ins Rohr geschoben. Danach ein paar Tage ans Fensterbrett gelegt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Der Adventkranz

1. Zuerst überlegt man sich die Größe des Adventkranzes und holt sich dementsprechend zwei bis drei dünne Äste, bindet alle Enden mit einem Naturgarn oder Bast zusammen und bildet sozusagen einen Reifen. Dieser Teil ist nicht unbedingt notwendig, bietet aber zusätzliche Stabilität, wenn der Kranz fertig ist.

2. Damit der Adventkranz stabil wird, kann man für die erste Umrundung des Holzreifens durchaus dicke, feste Tannenäste nehmen. Man fängt an einer Stelle an und bindet einen Tannenast am unteren Ende, also dort wo der Ast geschnitten wurde, mit der Schnur am Ring an und ebenso am oberen Drittel fest. Dann nimmt man wieder einen Ast und steckt diesen etwas in den vorderen Ast hinein (sowie Dachschindeln am Dach ineinandergesteckt werden), fixiert ihn wieder zweimal. Das ganze wird so oft gemacht, bis der Holzreifen nicht mehr zu sehen ist und schön gleichmäßig ein Reifen aus Tannenreisig entstanden ist.

3. Mit kleineren Tannenästen werden Ungleichmäßigkeiten ausgeglichen und eine ungefähre gleichmäßige Kranzstärke gebunden. Wichtig aber ist, dass man nicht versucht, alle Tannenzweige und ihre Spitze eng anliegend zu binden und darauf achtet, dass der ein oder andere Zweig wegstehend bleibt. Das lockert die Enge und der Kranz wirkt lebendiger, er wirkt weniger künstlich und sympathisch struppig.

4. Jetzt gehts mit dem Schmuck los und da kann man der Kreativität freien Lauf lassen. Von einfach-klar und puristisch bis ländlich rauh bis zur vollkommen Überladung, ist alles möglich, nur harmonisch sollte es sein. Ein Adventkranz mit Zuckerln, Gummizuckerln wie Fröschen, Marshmallows, Gummischlangen usw. kann genauso lustig und schön wirken, wie ein Adventkranz mit Walnüssen, Tannenzapfen, Zimtstangen, mossbewachsenen Wurzeln und Hagebutten.

Ein Tipp: Zahnstocher und einen Handbohrer sind auch nützlich. Mit dem Handbohrer kann man kleine Löcher in fast alles bohren und die Zahnstocher hineinstecken. Mit dieser Verlängerung lassen sich alle Accessoires einfach und unaufällig in den Kranz stecken. Gold ist eine sehr schöne Schmuckfarbe, meine Lieblingsfarbe und harmoniert sehr mit dem Grün der Tannen!

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